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Lesebücher für Kinder sind mehr als zweihundert Jahre alt, wenn es genau nimmt geht die Geschichte sogar ins 16. Jahrhundert zurück. Zur dieser Zeit kamen die ersten Fibeln als Hilfsmittel zum Lesenlernen und Entdecken des ABC auf. Das Lesebuch ist auch die erste Beschäftigung der Kinder mit den verschiedenen Arten von literarischen Texten.
Neben Information, sprachliche und grammatikalischer Verwendung trug und trägt dem Lesebuch auch immer eine Aufgabe in der Moralerziehung. Das Lesebuch ist so auch immer ein Spiegelbild der aktuellen Gesellschaft. Neue Autoren kommen dazu und verdrängen alte. Die Themen wandeln sich, es muss immer neu auf die Lebenswelten der Schüler eingegangen werden. Zum Beispiel haben sich die Familienstrukturen gewandelt: Es gibt heute Patchworkfamilien und Alleinerziehende Mütter. Dieser Wandel findet auch in der Thematik der Geschichten im Lesebuch der Kinder statt. Zu dem ist auch die Didaktik zu neuen Erkenntnissen gekommt und Lehrpläne wurde komplett überarbeitet. Es soll den Schüler anregen sich weiter mit Bücher zu beschäftigen, nicht nur im Unterricht, sondern auch in der Freizeit.
Dank seiner langen Tradition hat das Lesebuch im Schulunterricht jeder Diskussion getrotzt. Gerade durch die hohe Medienvielfalt kommt ihm heute noch eine wichtige Bedeutung zu. Didaktiker sprechen deshalb auch gern von einem Leitmedien im Unterricht. Das Lesebuch kommt dabei aber nicht wie ein Mathe jeden Stunde zum Einsatz, sondern ist eher unterstützend und ergänzend.
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